17.5.2019 - 1.9.2019

Kristian Zahrtmann - Queer, Kunst und Leidenschaft

Kristian Zahrtmann (1843-1917) war Künstler, Lehrer und ein geselliger Mensch. Zahrtmann war sich dessen bewusst wie er in den Augen anderer betrachtet wurde. Er hat mit seinen Selbstporträts, die Wohnkultur und der Rolle des Prominenten experimentiert.

Kristian Zahrtmann, David ved Sauls Palads, 1878, privat sammlung (detail)
Kristian Zahrtmann, David ved Sauls Palads, 1878, privat sammlung (detail)

Aber in seiner Kunst steckt etwas schief – was die Normen von Geschlecht und Motivwelt gegen Ende des 19. Jahrhunderts und frühen 20. Jahrhunderts herausfordert.
Kristian Zahrtmann hatte viele Freunde, aber wir wissen nicht, ob er ein Liebesleben hatte. In einigen seiner Bilder gibt es homosexuelle Themen. An anderer Stelle legt er die Geschlechtsrollen auf den Kopf. Oft kann man ein offenes Gefühl bekommen, dass etwas Unerwartetes auf dem Spiel steht. Diese Ausstellung verwendet das Wort Queer, um auf das Unerwartete und Herausfordernde in der Kunst von Kristian Zhartmanns hinzuweisen.

Queer kommt aus dem Englischen und bedeutet schief. Heute wird das Wort für Handlungen verwendet, die feste Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität in Frage stellen. Queer kann auch ein allgemeiner Begriff für Menschen sein, die homosexuell, bisexuell oder transgender sind – oder etwas ganz anderes. Das Wort Queer ist geraümig. Ihre Bedeutung umfasst alles und jeden, die sich nicht als Erweiterung der heterosexuellen Normen verstehen.

Die Ausstellung wird am 17 Mai im Ribe Art Museum eröffnet, anschliessend im Fuglsang Art Museum und in der Hirschsprung Collection gezeigt. Im Zusammenhang mit der Ausstellung werden eine Reihe von Forschungsartikeln auf www.perspective.smk.dk und eine kleinere Informationsbrochure veröffentlicht, die in den Läden der Museen erworben werden kann